Für Daimler war 2019 das Krisenjahr – nicht 2020: Damals hatten Dieselaffäre und Produktionsprobleme für hohe milliardenschwere Sonderbelastungen gesorgt. Das Corona-Jahr 2020 hingegen hat der Auto- und Lastwagenbauer Daimler weitaus besser überstanden als erwartet. Der Dax-Konzern verdiente 2020 unter dem Strich vier Milliarden Euro im Vergleich zu 2,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Auf die Aktionäre entfiel ein Gewinn von 3,6 Milliarden Euro, das waren 1,2 Milliarden Euro oder gut 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Umsatz hingegen sank im Vergleich zu 2019 um 11 Prozent auf 154,3 Milliarden Euro.

Für 2021 setzt sich Daimler wieder deutlich höhere Ziele. Trotz der Pandemie habe man bewiesen, dass man die Transformation in der Branche aus eigener Kraft vorantreiben könne, sagte Vorstandschef Ola Källenius am Donnerstag. Daimler gehe davon aus, dass Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis im laufenden Jahr deutlich höher ausfallen werden. Der Konzern geht von einer deutlichen Erholung der Weltwirtschaft im laufenden Jahr aus.

Rund 1,4 Milliarden Euro will der Konzern als Dividende an die Aktionäre ausschütten. Das wären 1,35 Euro pro Aktie, 45 Cent mehr als im Vorjahr. Mit dem Vorschlag liegt Daimler deutlich über den Erwartungen der Analysten.

Fortschritte bei Kosteneinsparungen

Die Ziele entsprechen im Wesentlichen dem, was sich Daimler – damals noch in etwas anderer Konzernstruktur – in Normalzeiten vorgenommen hatte, bevor die Coronakrise, der US-chinesische Handelsstreit und stets steigende Ausgaben für neue Technik und Elektromodelle als Belastungen auftraten.

Källenius sprach bei den Jahreszahlen von bereits großen Fortschritten bei den angestrebten Kosteneinsparungen. »Zudem konnten wir basierend auf einem starken Produktmix und einer guten Preisdurchsetzung vor allem in der zweiten Jahreshälfte eine deutliche Profitabilitätsverbesserung erzielen«, sagte der Manager am Donnerstag laut Mitteilung. »Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere positive…