Für die Menschen in Thüringen sind vorerst keine größeren Lockerungen der geltenden Corona-Maßnahmen in Sicht. Das Gesundheitsministerium des Landes hat nun eine neue Verordnung vorgelegt, die eine Verlängerung des Shutdowns mit Kontaktbeschränkungen und Ladenschließungen bis 15. März vorsieht. Sie tritt am Freitag in Kraft.

Die Verordnung enthält allerdings kleine Entschärfungen bestehender Regeln. So sollen etwa Fahrschulen wieder öffnen dürfen und auch Prüfungen durchführen können. Friseure können ab 1. März ihre Dienste wieder anbieten und Baumschulen, Gartenmärkte, Gärtnereien- und Floristikbetriebe können öffnen.

In Thüringen ist das Infektionsgeschehen weiterhin stärker als in allen anderen Bundesländern. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und sieben Tagen stieg am Donnerstag im Freistaat nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Staatskanzlei binnen 24 Stunden von 111,6 auf 119,5.

Der Bundeswert lag dagegen bei 57,1. Thüringen ist derzeit das einzige Bundesland mit einem Inzidenzwert über 100.

Dennoch sind auch bei den Kontaktbeschränkungen leichte Lockerungen für Familien geplant. Mitglieder des eigenen Haushaltes und Menschen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, dürfen sich etwa treffen. Ab Montag sollen Grundschulen und Kindergärten im eingeschränkten Regelbetrieb wieder öffnen. Die Klassen fünf und sechs sollen ab 1. März folgen

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