»Corona-Laborstudie: Biontech-Impfstoff weniger effektiv gegen südafrikanische Mutation« – Überschriften wie diese können einen in der aktuellen Corona-Situation pessimistisch stimmen. Was die Forschenden in der Studie untersucht haben, welche Rückschlüsse sich daraus für den Impfschutz vor Covid-19 ziehen lassen und warum Optimismus trotzdem angebracht ist: der Überblick.

Welche neuen Daten liegen vor?

Am Mittwoch hat eine Forschungsgruppe im Fachblatt »NEJM« einen vorläufigen Bericht veröffentlicht, der sich mit der Wirkung des Impfstoffs von Biontech und Pfizer auf die Coronavirus-Variante B.1.351 beschäftigt. B.1.351 wurde zuerst in Südafrika entdeckt. Es war bereits aus anderen Studien bekannt, dass mehrere Impfstoffe gegen diese Virus-Variante wohl nicht so effektiv sind wie gegen das ursprünglich kursierende Coronavirus Sars-CoV-2.

In der aktuellen Veröffentlichung wird berichtet, wie gut Antikörper aus dem Blut verschiedene Virusvarianten bei Geimpften, die das Pfizer/Biontech-Mittel erhalten haben, neutralisieren – also unschädlich machen. Die Forschungsgruppe hat für die Experimente Virusvarianten mit unterschiedlichen Mutationen im Spike-Protein verwendet. Gegen dieses Protein richten sich die meisten der Covid-19-Impfstoffe.

Ergebnis der Tests: Die Antikörper konnten die Virusvariante, die alle Spike-Mutationen der Variante B.1.351 enthielt, noch neutralisieren – sie waren aber deutlich weniger effektiv als gegen die ursprüngliche Variante. Die Effektivität war um rund zwei Drittel geringer.

Ähnliches berichtet einen Forschungsgruppe ebenfalls im »NEJM« in Bezug auf den Impfstoff von Moderna, wie der von Pfizer/Biontech ein mRNA-Impfstoff. Auch hier sind die Antikörper von Geimpften weniger effektiv darin, das mutierte Virus B.1.351 auszuschalten.

Was lässt sich daraus ableiten und was nicht?

In beiden Fachberichten steht: Was das genau für die Immunantwort von Geimpften bedeutet, sei unklar. Es handele sich lediglich um Laborversuche…