Eine vorläufige Laborstudie deutet darauf hin, dass der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen die südafrikanische Virus-Mutation etwa zwei Drittel weniger effektiv wirkt. Dennoch ergab die Studie, dass der Impfstoff in der Lage ist, das Virus zu neutralisieren.

Für die Studie entwickelten Wissenschaftler von Biontech und Pfizer sowie der University of Texas Medical Branch (UTMB) ein manipuliertes Virus, das die gleichen Mutationen aufweist wie die hochansteckende Coronavirus-Variante, die zuerst in Südafrika entdeckt wurde. Die Forscher testeten das manipulierte Virus mit dem Blut von Menschen, die den Impfstoff erhalten hatten, und stellten fest, dass die Menge an neutralisierenden Antikörpern um zwei Drittel geringer war als bei der häufigsten Version des Virus, die in den USA getestet wurde. Die Ergebnisse wurden im »New England Journal of Medicine« veröffentlicht.

Eindeutige Schlüsse ließen sich aus diesen Ergebnissen zunächst nicht ziehen, eine klinische Studie mit Patienten gab es noch nicht. Der UTMB-Professor und Co-Autor der Studie, Pei-Yong Shi, sagte jedoch, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer wahrscheinlich gegen die südafrikanische Variante schützen wird. Es sei noch unklar, ob ein Drittel der Antikörper gegen das Virus ausreiche, es sei aber wahrscheinlich, so Shi. Doch selbst wenn die Impfstoffwirksamkeit geringer wäre, sollte der Impfstoff immer noch vor schweren Krankheitsverläufen schützen, sagte Shi.

Biontech und Pfizer bereiten sich auf Impfstoff-Aktualisierung vor

Bereits im Januar hatte eine Studie gezeigt, dass weniger Antikörper vorliegen. Der Rückgang war aber so gering, dass Biontech und Pfizer davon ausgegangen waren, dass ihr Impfstoff gegen die Mutation wirken würde.

Biontech und Pfizer teilten mit, bislang gebe es keine klinischen Hinweise darauf, dass die südafrikanische Virusvariante den Impfstoffschutz überwinden könne. Die Unternehmen würden dennoch die nötigen Schritte planen, um einen »aktualisierten…