Diesen Tag hatte sich Peter Gulacsi sicher anders vorgestellt. Für den Torhüter und seinen Kollegen von RB Leipzig stand schließlich eines der Highlights in der diesjährigen Saison an. Das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Liverpool sollte den Grundstock setzen, um im Rückspiel in rund drei Wochen (10. März) den Schritt in die Runde der letzten acht Teams zu schaffen. Am Ende stand allerdings ein 0:2 (0:0), das die Perspektiven für das nächste Aufeinandertreffen mit dem englischen Meister nicht gerade verbesserten. 

Für Gulacsi war diese Begegnung tatsächlich eine besondere Partie. Schließlich fand sie nicht wie eigentlich geplant in Leipzig statt, sondern aufgrund des in Deutschland bestehenden Einreiseverbots für englische Klubs aufgrund der Corona-Pandemie in Budapest. Ein Heimspiel als Auswärtsspiel für die Leipziger. Wo das Rückspiel stattfinden wird, an der Anfield Road oder erneut an einem neutralen Ort, steht noch nicht fest.

Gulacsi mit zwei Glanzparaden

In zweierlei Hinsicht war Budapest ein spezieller Reiz für den 30-Jährigen. Schließlich ist die ungarische Hauptstadt Gulacsis Geburtsort. Zum anderen spielte er einst selbst sechs Jahre für den FC Liverpool. Dort kam er allerdings über das Reserveteam nicht hinaus und fand dann über RB Salzburg den Weg nach Sachsen, wo er mittlerweile ein Führungsspieler im Team von Trainer Julian Nagelsmann ist.

Weshalb er sich diesen Status erarbeitet hat, zeigte er in der ersten Hälfte gegen Liverpool gleich zweimal. Erst rettete er mit einer Kopfabwehr gegen den alleine vor ihm aufgetauchten Mohamed Salah (10.). Nach 31 Minuten riskierte Gulacsi Kopf und Kragen, als er aus seinem Strafraum stürmte und einen Pass auf Sadio Mané kurz vor dem pfeilschnellen Angreifer klären konnte. 

Kein Stürmer in der Startelf bei Leipzig

Leipzigs Willi Orban (l.) im Zweikampf mit Liverpools (Mitte) Sadio Mané

Liverpool, die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp, war eigentlich als…