Bei ihren Ermittlungen im Mordfall Samuel Yeboah, der 1991 bei einem mutmaßlich rechtsextremen Brandanschlag ermordet wurde, hat die Bundesanwaltschaft eine weitere Durchsuchung durchführen lassen. Wie der SPIEGEL aus Ermittlerkreisen erfuhr, durchsuchten Einsatzkräfte der Polizei am Mittwoch die Wohnung eines weiteren Zeugen in Saarlouis. Der Mann soll zum Bekanntenkreis des Mordverdächtigen gehört haben. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Die Ermittlungen zu dem bis heute ungeklärten Mord an dem ghanaischen Flüchtling Samuel Yeboah hatten im Januar eine spektakuläre Wendung erfahren. Nach fast 30 Jahren hatten die Behörden erstmals einen Tatverdächtigen ermitteln können und dessen Wohnung in Saarlouis durchsuchen lassen. Bei dem Mann handelt es sich nach SPIEGEL-Informationen um eine frühere Größe der rechtsextremen Szene von Saarlouis (lesen Sie hier mehr).

Festgenommen wurde der Verdächtige damals nicht, da laut Bundesanwaltschaft die Voraussetzungen für einen Haftbefehl nicht erfüllt waren. Auf eine Anfrage des SPIEGEL zu den Vorwürfen reagierte der Beschuldigte bislang nicht.