Mit einem Seitenhieb auf SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und alle anderen Parteien hat CSU-Chef Markus Söder seine Aschermittwochs-Rede begonnen. Der politische Aschermittwoch sei CSU pur, alle anderen seien nur Kopien, sagte der bayerische Ministerpräsident. Und eigentlich müssten die Parteien ja »Stimmungskanonen« am Aschermittwoch sprechen lassen. Scholz aber habe eher »die Begabung, Blutdruck zu senken als ihn steigen zu lassen«.

Im Kampf gegen das Coronavirus forderte Söder die Bürgerinnen und Bürger zum Durchhalten auf. Man habe gemeinsam viel erreicht. »Es wird von Tag zu Tag besser.« Die bisherigen Anti-Corona-Maßnahmen bezeichnete Söder dabei als alternativlos. Jedes andere Konzept sei gescheitert, sagte er mit Blick in viele andere Länder. Corona sei eine grundlegende Prüfung. »Wir werden diese Prüfung bestehen, wir werden an dieser Prüfung nicht zerbrechen«, appellierte der CSU-Politiker.

Vom Bund forderte der bayrische Ministerpräsident, die zugesagten Wirtschaftshilfen schneller auszuzahlen. »Bitte macht endlich Dampf, die Geduld geht langsam zu Ende«, sagt Söder beim virtuellen politischen Aschermittwoch der CSU in Passau. »Novemberhilfen, die im März gezahlt werden, sind schlicht und einfach zu spät.«

Söder kündigte an, einen Kindergipfel organisieren. Dabei solle es darum gehen, benachteiligten Kinder in der Pandemie eine besondere Förderung zukommen lassen.

»Ich bleibe lieber im Team Vorsicht«

Der CSU-Chef kritisierte die EU erneut beim Thema Impfstoffbestellungen. Der Fehler liege »natürlich« bei der EU, sagte Söder. Brüssel habe »zu spät bestellt, zu wenig bestellt« und sei wohl »ein wenig geizig gewesen« bei der Bestellung der Impfstoffe.

Söder stellte für den Fall niedriger Corona-Zahlen eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen in Aussicht. Wenn die Zahlen weiter so stabil blieben, könnten beispielsweise »bald« mehr Kontakte erlaubt werden, etwa mit zwei Hausständen oder wieder mit mehr Kindern, sagte Söder in…