Über eine Stunde haben die digitalen Besucherinnen und Besucher den Worten des CSU-Parteivorsitzenden gelauscht – als er endlich kommt, der erste Schenkelklopfer des Tages, die einzige wirklich witzige politische Pointe in Markus Söders diesjähriger Aschermittwochs-Rede: In der CDU könne man nur etwas werden, wenn man ein A im Namen trage, weiß der CSU-Mann. »Angela, Annegret, Armin. Das hätte mal jemand dem Friedrich sagen sollen.«

Von Friedrich Merz hat man schon länger nichts mehr gehört. Dafür vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Markus Söder auf einer Pressekonferenz oder in einer Talkshow seine aktuellen Vorstellungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie kundtut.

Dass er seine Redezeit in der Dreiländerhalle Passau, von wo aus der Politische Aschermittwoch wie eine Fernsehshow live ins Internet gestreamt wurde, ebenfalls für Appelle in Richtung »Vorsicht mit Perspektive« oder »Perspektive mit Vorsicht« nutzte, liegt auf der Hand: Der Kampf gegen das Coronavirus und seine möglichen Mutanten ist das bestimmende Thema dieser Zeit.