Die britische Mutante des Coronavirus ist auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Das Robert Koch-Institut (RKI) und die Labors hätten in den vergangenen Wochen mehr als 23.000 positive PCR-Tests analysiert und die Proben sequenziert, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Dabei sei festgestellt worden, dass die wohl deutlich ansteckendere Variante inzwischen einen Anteil »über 20, über 22 Prozent« ausmache, sagte Spahn. Vor zwei Wochen habe dieser Anteil noch bei sechs Prozent gelegen.

Man müsse daher damit rechnen, dass die britische Variante bald auch in Deutschland die dominierende sein könnte, sagte Spahn. Der Anteil der südafrikanischen Variante des Virus sei hingegen noch sehr niedrig und liege bei 1,5 Prozent. Das RKI will die Details laut Spahn im Laufe des Tages veröffentlichen.

Der Gesundheitsminister sagte, es sei ermutigend, dass die Infektionszahlen trotz der Ausbreitung der britischen Mutante sinken.

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