Drei Impfstoffe gegen Corona sind bisher in der EU zugelassen. Doch eines der Präparate, das Mittel von Astrazeneca, ist zuletzt etwas in Verruf geraten. Zu Recht?

Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca: Drei Hersteller haben mit ihren Covid-19-Impfstoffen die hohen Hürden für eine Zulassung in Europa genommen, ihre Mittel werden zudem von der Ständigen Impfkommission (Stiko) in Deutschland empfohlen.

Trotzdem herrscht zunehmend Verunsicherung, ja teils Misstrauen gegenüber dem britisch-schwedischen Hersteller Astrazeneca. Der Tenor: Es sei ein Impfstoff zweiter Klasse. Experten und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) traten Zweifeln am Mittwoch klar entgegen.

Voraus ging eine Debatte um Nebenwirkungen, geplatzte Impftermine und Sorgen um die Wirksamkeit, auch gegen eine Mutante. Weltärztebund-Vorstandschef Frank Ulrich Montgomery hatte sich sogar dagegen ausgesprochen, medizinisches Personal und Pflegekräfte mit dem Astrazeneca-Mittel zu impfen und begründete das mit geringerer Wirksamkeit. Er sprach von einem Imageproblem des Impfstoffs und forderte eine Auswahlmöglichkeit, damit die Impfbereitschaft hoch bleibe. Er zog damit Kritik auf sich, etwa von SPD-Politiker Karl Lauterbach, der ankündigte, sich selbst mit Astrazeneca impfen zu lassen.

Die Frage nach dem am besten für sich selbst geeigneten Impfstoff muss man sich Fachleuten zufolge eigentlich nicht…