Exklusiv

Spionagekrimi um Wirecard
Im BND vermutete man bereits 2020, dass sich Jan Marsalek in Russland versteckt

Sehen Sie im Video: Bürger sollen bei Suche nach Ex-Wirecard-Chef Jan Marsalek helfen. Videoquelle: ntv.de.
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von Hans-Martin Tillack

17.02.2021, 16:30 Uhr

Bereits im Sommer glaubte man im BND, dass der Ex-Wirecard-Manager Jan Marsalek in Russland untergetaucht ist. Das zeigen geheime Unterlagen. Neue Belege gibt es auch für Marsaleks Geschäfte in Libyen und mit einer russischen Sicherheitsfirma namens RSB.

Am 19. Juni 2020 war der heute von Interpol gesuchte Wirecard-Manager Jan Marsalek nach Minsk geflohen, in die Hauptstadt der mit Russland verbundenen Republik Belarus. Geheime Unterlagen des Bundesnachrichtendiensts (BND), die der stern einsehen konnte, zeigen jetzt: In dem deutschen Auslandsnachrichtendienst vermutete man bereits im Juli 2020, dass sich Marsalek im von Präsident Wladimir Putin regierten Russland aufhalte. Damit verdichtet sich der Verdacht, dass sich Marsalek unter dem Schutz russischer Sicherheitsbehörden befindet.

In einer Mail, die ein zuständiger BND-Referatsleiter am 5. August an seinen Abteilungsleiter schrieb,…