Gewerkschaften
Bahn will Klarheit über Stärke der Gewerkschaften im Konzern

Martin Seiler, Personalvorstand der Deutschen Bahn. Foto: Michael Kappeler/dpa

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Rund 300 Betriebe gibt es bei der Deutschen Bahn – zwei Gewerkschaften konkurrieren um Einfluss. Wer in welchem Betrieb das Sagen hat, will die Bahn nun notariell bestimmen lassen.

Die Deutsche Bahn will Klarheit über das Kräfteverhältnis der beiden konkurrierenden Gewerkschaften GDL und EVG im eigenen Konzern.

Personalvorstand Martin Seiler hat deshalb ein notarielles Verfahren vorgeschlagen, in dem ermittelt werden soll, welche Gewerkschaft in welchem Bahn-Betrieb mehr Mitglieder hat. Anschließend will die Bahn das sogenannte Tarifeinheitsgesetz (TEG) umsetzen. Demnach gilt in den jeweiligen Betrieben nur der Tarifvertrag der jeweils größeren Gewerkschaft. Zuvor hatte die «Funke»-Mediengruppe darüber berichtet.

«Der Gesetzgeber hat uns das TEG vorgegeben, und wir müssen dieses nun umsetzen», teilte Seiler am Mittwoch mit. «Deshalb bieten wir den Gewerkschaften ein gemeinsames Verfahren zur Feststellung der Mehrheitsverhältnisse an.» In einem Brief an die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die…