Einkommen
Corona lässt die Löhne sinken

Erstmals seit Beginn der Erhebungen sind die Löhne der Menschen in Deutschland gesunken. Foto: Lino Mirgeler/dpa

© dpa-infocom GmbH

In der Corona-Krise sind die Nominallöhne der Menschen in Deutschland erstmals seit Beginn der Erhebungen gesunken – um 0,6 Prozent. Real bleibt den Beschäftigten noch weniger Gehalt.

Die Corona-Krise hat negative Auswirkungen auf die Einkommen der Menschen in Deutschland. Erstmals seit Beginn der Erhebungen 2007 sind im vergangenen Jahr die Nominallöhne zurückgegangen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete.

Einschließlich von Sonderzahlungen lagen die Bruttolöhne durchschnittlich 0,6 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, hieß es auf der Grundlage vorläufiger Zahlen. Da gleichzeitig die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent gestiegen sind, blieben den Beschäftigten real rund 1,0 Prozent weniger Gehalt als noch 2019.

In der Statistik ist allerdings das Kurzarbeitergeld nicht berücksichtigt, das in der Corona-Krise für Millionen Erwerbstätige die Einkommensverluste zumindest abgefedert hat. Die Ausschläge nach unten sind 2020 wesentlich heftiger als in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2009. Damals waren…