Die Impfkampagne in den USA gegen das Coronavirus schreitet schneller voran als in den meisten anderen Ländern, doch Präsident Joe Biden hat sich beim Zeitplan offenbar zu viel vorgenommen. Ende Januar hatte Biden in Aussicht gestellt, dass schon im Frühjahr genug Impfstoff für alle Menschen in den Vereinigten Staaten erhältlich sein werde. Gleichzeitig sprach er von einer großen logistischen Herausforderung, wie sie das Land noch nie gesehen habe.

Nun sagte der Präsident bei einer von CNN live übertragenen Veranstaltung in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin: »Bis Ende Juli werden wir 600 Millionen Impfdosen haben, genug, um jeden US-Bürger zu impfen.«

Das Weiße Haus hatte zuletzt auf Probleme bei der Verfügbarkeit von Vakzinen sowie bei deren Auslieferung verwiesen. Biden hatte bei seiner Amtsübernahme feststellen müssen, dass die Regierung seines Vorgängers Donald Trump das Land nur unzureichend auf die Impfkampagne vorbereitet hatte.

Biden wünscht frühere Impfung von Lehrern

Bei der Veranstaltung in Milwaukee sprach sich der Präsident auch für eine schnellere Rückkehr von Kindern in die Schulen aus und sagte, dass er die Impfung von Lehrkräften unterstütze. Deren Impfpriorität solle von den Behörden hochgestuft werden. Biden wies allerdings darauf hin, dass die Priorisierung den Bundesstaaten und nicht der Zentralregierung obliege. Laut CNN hat in 28 Staaten und dem Distrikt Washington D.C. die Immunisierung von Lehrkräften und Angestellten der Schulen begonnen. In 22 Staaten gelten Lehrkräfte hingegen noch nicht als bevorzugte Gruppe.

Außerdem warnte der Demokrat, dass die Pandemiebekämpfung noch Monate andauern werde und Abstands- und Hygieneregeln sowie das Tragen von Masken weiter wichtig seien.

Auf eine Zuschauerfrage, wann die Normalität wieder Einzug halten werde, sagte Biden: »Bis Weihnachten wird die Lage wieder eine ganz andere sein.« Er gehe davon aus, dass »in einem Jahr deutlich weniger Menschen die Abstandsregeln einhalten und…