Kein Bierdunst, kein Fleischsemmel-Geruch, dafür Online-Reden live ins Wohnzimmer: Der Aschermittwoch 2021 ist beispiellos und alles dreht sich um Corona und die Bundestagswahl. Nur eine Frage bleibt ungeklärt – außer bei der SPD.

Olaf Scholz ist an diesem politischen Aschermittwoch der erste und einzige, der seinen Anspruch glasklar macht. „Ich will Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden“, sagt der SPD-Mann am Ende seiner Rede im niederbayerischen Vilshofen, live gestreamt in die Wohnzimmer vieler Genossen. Eine klare Botschaft also – während bei Union und Grünen die K-Frage auch an diesem Aschermittwoch maximal irgendwo zwischen den Zeilen wabert.

Es ist ein geschichtsträchtiger politischer Aschermittwoch in diesem Jahr: Die Coronakrise überlagert alles. Erstmals in der Geschichte sprechen die Hauptredner aller Parteien nicht parallel vor Publikum, sondern nur in Kameras. Also Videoschalten-Flair statt Bierdunst. Und natürlich geht es in Zeiten von Corona etwas ernster zu als sonst – wobei der nahende Bundestagswahlkampf seine Schatten vorauswirft. Denn nach Lage der Dinge ist der nächste Kanzler oder die nächste Kanzlerin an diesem Vormittag ja unter den Rednern. Aber wo, und wer?

Laschet beschwört Geschlossenheit in der Union

In der Dreiländerhalle in Passau feiert die CSU ihr „Hochamt“, aus dem sie trotz Corona eine Show macht:…