Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abschaffen. Um die Energiewende auch bei einem Wegfall zu unterstützen, reifen in der Partei des CDU-Politikers Pläne für ein neues Modell zur Finanzierung.

Christoph Ploß, Landesvorsitzender der Hamburger CDU und Bundestagsabgeordneter, sowie Unternehmer und CDU-Mitglied Philipp Schröder, früherer Tesla-Deutschland-Chef, haben hierzu nun ein Konzeptpapier vorgelegt. Das dem »Handelsblatt« vorliegende Dokument wirbt dafür, die Finanzierung des Ausbaus der Erneuerbaren künftig über Green Bonds sicherzustellen.

Man wolle »weg von Finanzierungen der Energiewende durch die Verbraucher hin zu Infrastrukturinvestitionen in erneuerbare Energien. Hierbei sollen zweckgebundene grüne Staatsanleihen (Green Bonds) an die Stelle der EEG-Umlage treten«, heißt es demnach in dem Konzept. Das Wirtschaftsministerium hat bisher geplant, die Förderung künftiger Anlagen für erneuerbare Energien statt über die Umlage über Steuergelder zu finanzieren.

Strompreise sollen um 30 Prozent sinken

Das Ziel von Ploß und Schröder ist es Konzept zufolge, Deutschland bis 2030 zum »weltweit günstigsten Markt für sauberen Industriestrom« werden zu lassen, »um energieintensive Schlüsselindustrien in Deutschland zu halten und neue Branchen in Deutschland anzusiedeln«. Die Strompreise für Verbraucher »sollen parallel ebenfalls um mindestens 30 Prozent sinken«, schreiben Ploß und Schröder weiter. Gleichzeitig wollen sie »das Ausbautempo der Energiewende deutlich erhöhen und angesichts der derzeitigen Zinssituation die Finanzierung von Solar- und Windkraftanlagen auf neue Füße stellen«.

»Unser Vorschlag bietet die Chance, das Erreichen der Klimaschutzziele sinnvoll mit einer vernünftigen Wirtschafts- und Finanzpolitik zu verknüpfen und somit neue Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen«, sagte Ploß. Institutionelle Anleger suchten händeringend nach grünen…