Der wegen Majestätsbeleidigung zu einer Haftstrafe verurteilte spanische Rapper Pablo Hasél ist in Katalonien festgesetzt worden. Zuvor hatte er sich mit zahlreichen Unterstützern in der Universität von Lleida verbarrikadiert.

In Kampfmontur: Die Sicherheitskräfte sahen sich zahlreichen Unterstützern gegenüber

Hasél soll nach einem Urteil wegen Terrorpropaganda sowie Verleumdung und Beleidigung der spanischen Krone und staatlicher Institutionen für neun Monate ins Gefängnis. Hintergrund ist eine Serie von Twitter-Beiträgen, in denen er die Monarchie und die Polizei angriff.

Weiße Dusche: Sympathisanten besprühen die Polizei mit Feuerlöschschaum

Alt-König Juan Carlos I., der sich nach Korruptionsvorwürfen und angesichts von Justizermittlungen nach Abu Dhabi abgesetzt hat, titulierte er als „Dieb“. Er nannte Polizisten „beschissene Söldner“ und warf ihnen die Tötung von Demonstranten und Migranten vor. Hasél selbst sieht seine Aussagen durch die Meinungsfreiheit gedeckt.

„Sie müssen hier einbrechen“

Die Behörden hatten dem Rapper bis Freitag Zeit gegeben, sich zu stellen. Stattdessen verschanzte er sich seit Montag im Universitätsgebäude der Stadt, die knapp 140.000 Einwohner hat und im Westen der Autonomen Region Katalonien liegt. Auf Twitter schrieb Hasél: „Ich bin zusammen mit einigen Unterstützern in der Universität Lleida eingeschlossen. Sie müssen also hier einbrechen, falls sie mich verhaften und ins Gefängnis stecken wollen.“

Anspielung auf der Wand: Neben Haséls Bild ein Portrait des Lyrikers Lorca, der im Bürgerkrieg 1936 ermordet wurde

Die Verurteilung des Musikers hatte in Spanien Proteste ausgelöst. Eine Petition, in der die Freilassung des Rappers gefordert wird, wurde von mehr als 200 Künstlern unterschrieben, darunter dem Regisseur Pedro Almodóvar und Hollywood-Star Javier Bardem.

„Wer fortschrittlich ist, muss sich schämen“

In der vergangenen Woche kündigte Spaniens Regierung eine Rechtsreform an: „Verbale…