Nach Militäreinsatz im Irak
Hunderte Festnahmen bei Großeinsatz gegen PKK in der Türkei

Gepanzerte Militärfahrzeuge der türkischen Streitkräfte. Die Türkei hat in der nordirakischen Provinz Dohuk einen großangelegten Militäreinsatz gegen die PKK begonnen. Foto: Maya Alleruzzo/AP/dpa

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Seit Tagen führt die Türkei eine Offensive gegen die PKK im Nordirak. Das Militär findet dabei Leichen von 13 Türken und wirft der PKK vor, diese exekutiert zu haben. Die Organisation streitet das ab. Ankara schwört Rache und nimmt 700 Menschen im eigenen Land fest.

Nach der Tötung entführter Landsleute im Nordirak sind in der Türkei bei einem Großeinsatz in 40 Provinzen mehr als 700 Menschen festgenommen worden. Ihnen werde Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vorgeworfen, teilte das Innenministerium in Ankara mit.

Unter den Festgenommenen seien auch Provinz- und Bezirksvorsitzende der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP. Eine HDP-Sprecherin bestätigte der Deutschen Presse-Agentur zunächst 139 Festnahmen. Darunter seien mindestens ein Provinzvorsitzender und zwölf leitende Funktionäre der Partei. Wie viele der Festgenommenen HDP-Mitglieder sind, war zunächst unklar.