Kritik an Lieferkettengesetz
«Schwindel» – Greenpeace protestiert am Kanzleramt

Bei einer Greenpeace-Aktion zum Lieferkettengesetz wird der Spruch «Lieferkettengesetz. Schwindel» an die Außenfassade des Bundeskanzleramts projiziert. Foto: Jörg Carstensen/dpa

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Monatelang gab es Verhandlungen in der Bundesregierung, dann kam die Einigung. Die Sorgfaltspflicht deutscher Unternehmen soll nicht am Werkstor enden. Es geht um Ausbeutung und Kinderarbeit in weltweiten Lieferketten. Greenpeace wirft dem Wirtschaftsministerium vor den Entwurf ausgehöhlt zu haben.

Die Debatte um das geplante Gesetz zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltvorgaben in weltweiten Lieferketten reißt nicht ab. Der Verein Greenpeace warf am Dienstag mit Scheinwerfern einen Schriftzug auf das Bundeskanzleramt. Darin spricht die Umweltschutzorganisation von «Schwindel».

Das Wirtschaftsministerium habe den Entwurf ausgehöhlt, kritisierte Greenpeace-Mitarbeiterin Viola Wohlgemuth. Die Verantwortung der Unternehmen reiche nicht weit genug in die Lieferkette hinein. «Ein Lieferkettengesetz ist nur dann wirksam, wenn es Menschen- und Umweltverbrechen vor Ort verhindert.»

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD),…