Erkenntnisse über 148 Personen
IS-Rückkehrer gelten fast alle noch als gefährlich

Insassen eines Gefängnis im nordsyrischen Al-Hasaka. Viele der Häftlinge sind mutmaßliche IS-Anhänger und Kämpfer. Foto: Carol Guzy/ZUMA Wire/dpa

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Was wird aus den Ausländern, die sich in Syrien und dem Irak dem IS angeschlossen hatten? Die Bundesregierung will vor allem die Kinder der Terroristen aus den Flüchtlingslagern nach Deutschland holen. Doch was wird aus den Erwachsenen?

Die überwältigende Mehrheit der Rückkehrer aus dem früheren Herrschaftsgebiet der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gelten bis heute als potenziell gefährlich.

Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervorgeht, liegen dem Bundeskriminalamt Erkenntnisse über 148 Frauen und Männer vor, die sich zumindest zeitweise dem IS angeschlossen hatten, und heute wieder in Deutschland leben. Nur sechs von ihnen halten die Sicherheitsbehörden inzwischen für harmlos.

Mit Stand 22. Januar galten 78 der aus Syrien und dem Irak zurückgekehrten Deutschen, Doppelstaatler und Ausländer als islamistische «Gefährder». 64 weitere Rückkehrer führt die Polizei in ihren Datenbanken als…