Repräsentative Umfrage
Nach den Trump-Jahren: Fast zwei Drittel der US-Amerikaner halten dritte Partei für notwendig

Sehen Sie im Video: „Einer der dunkelsten Tage in der Geschichte unserer Nation“ – Demokraten erzürnt über Freispruch für Trump.

Nicht schuldig, so lautet das Ergebnis des zweiten Amtsenthebungsverfahrens gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Der Senat hat ihn mit 57 zu 43 Stimmen freigesprochen, für eine Verurteilung hätte es zehn Stimmen mehr gebraucht. In einer Erklärung kurz nach der Abstimmung bezeichnete Trump das Verfahren als „eine neue Phase in der größten Hexenjagd in der Geschichte unseres Landes“. Und er sagte, seine Bewegung habe gerade erst begonnen. Bei einem Schuldspruch hätte ihm der Ausschluss von allen öffentlichen Ämtern gedroht. Damit hätte der heute 74-Jährige auch nicht bei der Präsidentenwahl 2024 antreten können. Das steht ihm nun weiter frei. Trump war Anstiftung zum Aufruhr im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar vorgeworfen worden. Dabei waren fünf Menschen ums Leben gekommen. Der Freispruch Trumps war und ist angesichts der Mehrheiten im Senat keine Überraschung. Der republikanische Fraktionschef im Senat, Mitch McConnell, machte Trump zwar für den Sturm auf das Kapitol verantwortlich, stimmte nach eigenen Angaben aber gegen eine Amtsenthebung, weil er das Verfahren nach dem Ende von Trumps Amtszeit für verfassungswidrig halte. Die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte, die Weigerung der Republikaner, Trump zur Rechenschaft zu ziehen, werde „als einer der dunkelsten Tage und unehrenhaftesten Akte in der Geschichte unserer Nation in Erinnerung bleiben.“ Sie warf den republikanischen Senatoren vor, im Interesse ihres eigenen politischen Überlebens…