Die Deutsche Post hat ein Pilotprojekt mit neuen automatisierten Abholstationen gestartet. In Würselen bei Aachen ging die bundesweit erste Poststation in Betrieb, an der Verbraucherinnen und Verbraucher Pakete aufgeben, Briefmarken kaufen und einen eingebauten Briefkasten nutzen können. Ende Februar sollen an der gelben Box auch Videoberatungen mit Post-Mitarbeitern möglich sein.

Bei den Geräten handelt es sich um eine Erweiterung der Packstationen, bei denen es nur um Pakete geht und von denen es seit der Einführung im Jahr 2003 bundesweit schon mehr als 6500 gibt. Bis Ende 2023 soll diese Zahl auf 12.000 steigen, wie das Unternehmen im vergangenen Herbst ankündigte. Besonders in Corona-Zeiten hätten mehr Menschen die Packstationen für sich entdeckt, sagte Konzernvorstand Tobias Meyer damals.

In den Packstationen landen ausschließlich Pakete, die DHL transportiert hat – Sendungen anderer Dienstleister sind außen vor. Die Wettbewerber des ehemaligen Staatsmonopolisten setzen zwar ebenfalls auf automatisierte Stationen, tun dies bis jetzt aber eher zurückhaltend.

Bundesweite Einführung noch offen

Das Testverfahren für die neuen Abholstationen betrifft zunächst nur 20 Geräte in Nordrhein-Westfalen. Nun sollen Erfahrungen gesammelt werden, wie stark die Nachfrage nach so einem Angebot ist. Ob Poststationen zukünftig auch bundesweit eingeführt werden, ist hingegen noch völlig offen. Der Konzern macht wegen des boomenden Onlinehandels gutes Geschäft mit steigenden Paketmengen. Das Briefgeschäft schrumpft dagegen stark.

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