von Gernot Kramper

16.02.2021, 17:39 Uhr

Das große Problem der Welt ist der Klimawandel und nicht die Pandemie. Der Weg zu einer Lösung ist weit komplexer als die Entwicklung eines Impfstoffs. Bill Gates glaubt, dass vor allem Arbeit und nicht Zorn den Planeten retten kann.

Bill Gates will die Welt retten. Nach der Pandemie nimmt er sich in seinem neuen Buch die Klimakatastrophe vor. Darüber sprach er mit dem britischen Guardian. In dem Gespräch ist keine Hybris, keine Selbstüberschätzung zu spüren. Es ist nicht der Gestus „Hey Leute, ich bin der Bill Gates und weiß wie wir den Planeten retten“. Gates argumentiert vorsichtig und abwägend und fast wirkt es, als hätte er Angst vor dem, was auf uns alle zukommt. Das Buch „How To Avoid A Climate Disaster“ speist sich aus zwei Quellen. Gates bekanntes Interesse an den Wissenschaften und seinem Engagement in der globalen Entwicklung. Wie kann man sie fördern, ohne dass der Planet zusammenbricht? In den letzten Jahrzehnten hat Gates etwa daran gearbeitet, den Zugang zu Elektrizität in den entlegensten Teilen der Welt zu verbessern. „Und dennoch“, sagt er nun, „kann man nicht einfach Kohlekraftwerke bauen. Und um zu verstehen, wie das am Ende funktionieren soll, musste ich viel lesen“.

Mehr Sachkunde, weniger Stereotypen

Ein klarer Denker wie Gates fordert mehr „sachkundige Klimaartikel“, die die…