Kurs in der Corona-Pandemie
Laschet will Bürger nicht wie „unmündige Kinder“ behandeln – und erntet Kritik

Erhobener Zeigefinger: CDU-Chef Armin Laschet findet, dass bei den Corona-Maßnahmen nicht immer neue Grenzwerte „erfunden“ werden sollten

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35 ist die neue magische Zahl. Erst unterhalb dieses Grenzwerts soll der Lockdown schrittweise beendet werden. Aber ist die Marke sinnvoll? CDU-Chef Laschet rät dazu, die Corona-Politik anders auszutarieren. Das sorgt prompt für Diskussionen.

CDU-Chef Armin Laschet ist mit skeptischen Äußerungen zur Bedeutung von Corona-Inzidenzzahlen auf Kritik bei SPD und Grünen gestoßen. „Wer wie Laschet von ‚erfundenen Grenzwerten‘ spricht, der zerstört Vertrauen in die Corona-Maßnahmen“, schrieb SPD-Fraktionsvize Katja Mast am Dienstag im Internetdienst Twitter. Der NRW-Ministerpräsident war mit seinen Äußerungen auf deutliche Distanz zum Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegangen.

Laschet hatte am Montag am Rande einer Veranstaltung des baden-württembergischen CDU-Wirtschaftsrats gesagt: „Man kann nicht immer neue Grenzwerte erfinden, um zu verhindern, dass Leben wieder stattfindet.“ Damit wandte sich Laschet gegen die von Merkel und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder vergangene Woche getroffene…