Unbekannte haben mindestens drei Raketen Richtung Flughafen der Kurdenstadt Erbil abgefeuert. Zwei der Geschosse schlugen nach Angaben irakischer und westlicher Sicherheitsmitarbeiter in Wohngebieten nahe dem Airport ein. Die dritte Rakete traf den militärischen Teil des Flughafens, wo sich auch ein US-Stützpunkt befindet. Ein ziviler Unternehmer wurde bei den Angriffen getötet, fünf weitere Zivilisten und ein US-Soldat wurden verletzt. Augenzeugen berichteten von mehreren Explosionen und einem Feuer in der Nähe des Airports.

Bei diesem Geschäft gingen etliche Fensterscheiben zu Bruch

Es war das erste Mal seit fast zwei Monaten, dass Soldaten der Vereinigten Staaten im Irak wieder beschossen wurden. Zuvor waren seit Oktober 2019 zahlreiche Raketen- und Bombenangriffe auf ausländische Botschaften, Truppen und Einrichtungen verübt worden. Die Angreifer bezeichneten die Mitglieder der US-geführten Koalition gegen die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) als „Besatzungsmächte“.

USA verdächtigen pro-iranische Milizen 

Die USA machten wiederholt pro-iranische Milizen wie die schiitischen Hisbollah-Brigaden für die Anschläge verantwortlich. Im Januar 2020 wurde der iranische Spitzengeneral Ghassem Soleimani und einflussreiche Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden bei einem gezielten US-Drohnenangriff im Irak getötet. Die Tat führte beide Länder an den Rand eines Krieges.

se/ack (afp, rtr, ap, dpa)