Im Schatten der Coronakrise hat China hat die USA 2020 erstmals als wichtigster Handelspartner der EU abgelöst. Das Handelsvolumen mit der Volksrepublik belief sich vergangenes Jahr auf 586 Milliarden Euro, bei den USA waren es 555 Milliarden Euro.

Trotz der Coronakrise legte der China-Handel deutlich zu, besonders deutsche Autobauer konnten dank des Geschäfts mit Fernost ihren Corona-Einbruch auffange und zuletzt überraschend gute Zahlen präsentieren. Eurostat zufolge stiegen die Exporte der EU insgesamt um 2,2 Prozent auf 202,5 Milliarden Euro. Die Importe aus der Volksrepublik erhöhten sich um 5,6 Prozent auf 383,5 Milliarden Euro.

Chinas Wirtschaft hatte sich durch Erfolge bei der Eindämmung der Ausbreitung des Virus deutlich schneller von der Corona-Krise erholt als die der USA. Zudem hatte der frühere US-Präsident Donald Trump nicht nur gegen China Strafzölle verhängt, sondern auch gegen bestimmte Einfuhren aus der EU. Die EU verhängte daraufhin milliardenschwere Gegenzölle.

Handel mit Großbritannien bricht um 13 Prozent ein

Im vergangenen Jahr fielen die EU-Exporte in die Vereinigten Staaten angesichts dieser Entwicklungen um 8,2 Prozent auf 353 Milliarden Euro. Die Importe aus den USA gingen gleichzeitig um 13,2 Prozent auf 202 Milliarden Euro zurück. Der Handelsüberschuss der EU gegenüber den USA blieb dabei mit knapp 151 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert.

Die Coronakrise hinterließ insgesamt tiefe Spuren in der EU-Handelsbilanz. Insgesamt exportierten die 27 EU-Staaten im vergangenen Jahr Waren im Wert von 1,93 Billionen Euro ins Ausland. Dies war ein Rückgang von 9,4 Prozent gegenüber 2019. Die Einfuhren gingen um 11,6 Prozent auf 1,71 Billionen Euro zurück.

Deutlich ging nach dem Brexit auch der Handel mit dem ehemaligen EU-Mitglied Großbritannien zurück. Die Im- und Exporte verringerten sich um jeweils gut 13 Prozent – obgleich das Vereinigte Königreich bis Jahresende 2020 noch Teil des EU-Binnenmarktes und der…