Heute geht es um das gescheiterte Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump, um die regierungskonformen Grünen und die schlechte Vorbereitung für die Öffnung der Schulen.

Heimliche GroKo

In der Coronakrise ist es ruhig um die Grünen geworden, was vor allem daran liegt, dass sie die Pandemiestrategie der Bundesregierung über lange Zeit mitgetragen haben. Aus wissenschaftlicher Sicht war das vermutlich eine richtige Entscheidung, aus politischer eine fatale.

Die Grünen geben seit Monaten den besseren Koalitionspartner, während die SPD mit ihren Attacken auf die Union schon mal die Oppositionsrolle probt. Vielleicht sollten die beiden Parteien im Bundestag einfach die Plätze tauschen.

Ein Grund für die staatstragende Verfassung der grünen Partei mag tatsächlich die Überzeugung sein, dass es keine ernsthafte Alternative zur Corona-Politik gebe. Mit der Folge, dass sie nur an praktischen Ausführungen herummäkeln kann, etwa an der schleppenden Auszahlung der Wirtschaftshilfen. Oder an einem fehlenden Konzept für die Corona-Schäden bei Kindern und Jugendlichen, das Parteichefin Annalena Baerbock gestern in der Talkshow »Anne Will« anmahnte.

Einen anderen Grund für die grüne Zurückhaltung findet man in Robert Habecks neuem Buch, dessen Titel »Von hier an anders« vermuten lassen könnte, es werde darin ein revolutionärer Neubeginn gefordert. Genau das aber will der Autor nicht. »Die politische Aufgabe unserer Zeit besteht nach meiner Überzeugung nicht darin, eine Revolution anzuzetteln«, schreibt der Grünen-Chef, »sondern die Fundamente des Vertrauens zu erneuern«.

Icon: vergrößern

Grünen-Vorsitzende Baerbock, Habeck

Foto: Patrick Pleul / dpa

In all der großen Harmonie tut es ganz gut, dass sich plötzlich doch eine polarisierende Debatte auftut. Sie dreht sich ums Einfamilienhaus. Auslöser war die Entscheidung des grünen Bezirksamtsleiters in Hamburg-Nord, einen Passus des Koalitionsvertrags mit der SPD umzusetzen, in neuen…