Neue Generaldirektorin
Okonjo-Iweala will frischen Wind in die WTO bringen

Ngozi Okonjo-Iweala: «Wenn wir die WTO nicht hätten, müssten wir sie erfinden.» Foto: Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa

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Erstmals soll eine Frau an die Spitze der Welthandelsorganisation treten: Ngozi Okonjo-Iweala ist Spezialistin für Entwicklungsfragen und war schon zwei Mal Finanzministerin in ihrem Heimatland Nigeria.

Wo die renommierte Entwicklungsökonomin Ngozi Okonjo-Iweala (66) auftaucht, macht sie eine imposante Figur.

Die Nigerianerin hat sich trotz Jahrzehnten in den USA unter Anzug- und Kostümträgern und -trägerinnen ihren Stil bewahrt: Sie trägt sehr bunte Kleider, groß gemustert, fast immer mit verwegen gebundenem Kopftuch. Sie habe sich einst für die traditionelle nigerianische Kleidung entschieden, als es schnell gehen musste, wenn sie ihre vier Kinder morgens zur Schule brachte, berichtete sie 2012 der BBC. Sie sei dabei geblieben, und es rentiere sich: umgerechnet 25 Euro zahle sie pro Outfit, meinte sie damals.

In der Welthandelsorganisation (WTO), die sie bald führen soll, überwiegen die Anzugträger. Generaldirektor Roberto Azevêdo, der die Organisation im vergangenen Sommer…