Großbritannien ist mit mehr als vier Millionen Infizierten und mehr als 117.000 Toten das am härtesten von der Corona-Pandemie betroffene Land Europas. Entsprechend hart sind die aktuellen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus und seine Mutationen. Erst am Montag war eine neue Hotel-Quarantänepflicht für Rückkehrer aus Hochrisiko-Ländern in Kraft getreten.

Doch nun strebt die britische Regierung nach Angaben von Premierminister Boris Johnson eine »vorsichtige, aber unumkehrbare« Lockerungen ihres Lockdowns an. Johnson sagte bei einem Besuch in einem Gesundheitszentrum in London, die Regierung werde bei den Lockerungen »sehr umsichtig« vorgehen, um einen erneuten Lockdown zu vermeiden. Die Regierung und auch die Menschen im Land erwarteten »Fortschritte, die vorsichtig, aber unumkehrbar sind«.

Aktuell gilt der Lockdown, inklusive Schulschließungen, bis zum 8. März. Es wird erwartet, dass die Regierung am kommenden Montag einen Fahrplan für Lockerungen in England vorlegt – für die Corona-Maßnahmen in den anderen Landesteilen sind die Regionalregierungen in Schottland, Wales und Nordirland verantwortlich.

Jüngster Lockdown erfolgreich

Der jüngste seit Januar geltende Lockdown war eine Reaktion auf einen dramatischen Anstieg der Infektionszahlen, der auf die Ausbreitung einer ansteckenderen Coronavirus-Variante zurückgeführt wurde. Seitdem ging die Zahl der Neuinfektionen stark zurück. Daher wurde zuletzt die Forderung immer lauter, die Beschränkungen im März zu lockern. Am Wochenende unterzeichneten mehr als 60 Abgeordnete der regierenden Tories einen Brief, in dem sie von Johnson einen klaren Zeitplan für Lockerungen und eine Aufhebung aller gesetzlichen Maßnahmen bis Ende April verlangten.

Gesundheitsminister Matt Hancock bat die Menschen jedoch um Geduld. Von einer Lockerung des Lockdowns sei das Land noch ein gutes Stück entfernt, sagte er. Die Regierung wartet seinen Angaben zufolge etwa noch auf Daten zur Wirkung von Impfstoffen auf die…