Mehr als 46 Millionen Nutzer folgen Elon Musk auf Twitter. Wenn sich der Tesla-Chef dort zu Aktien oder Onlinewährungen äußert, bleibt das nicht ohne Folgen: Nachdem Musk in der Nacht zum Montag die Onlinewährung Dogecoin kritisiert hat, sorgte das für einen Kurseinbruch.

»Wenn große Dogecoin-Inhaber den größten Teil ihrer Münzen verkaufen, hat das meine volle Unterstützung«, schrieb Musk. Das größte Problem sei, dass sich der Dogecoin in der Hand einiger weniger Investoren konzentriere.

Auf die Nachfrage eines Twitter-Nutzers, ob dies den Wert der Kryptowährung steigen lassen oder schwächen würde, antwortete Musk, dass der Kurs vor einem langfristigen Hoch zunächst fallen werde. Eine selbsterfüllende Prophezeiung, denn Musk trat eine Verkaufswelle los. In den vergangenen 24 Stunden ist der Dogecoin um rund 15 Prozent gefallen.

Mit seinen Äußerungen bewegt Musk immer wieder die Märkte. Seine Tweets zur Tesla-Aktie brachten ihm Ärger mit der Börsenaufsicht SEC ein. Seitdem widmet sich der Manager in seinen Beiträgen anderen Investments: So heizte Musk die Rallye um die Aktien der Videospielkette GameStop an, bei der sich Hobby-Spekulanten mit Hedgefonds angelegt hatten.

Und als Musk Ende Januar in seinem Twitterprofil das Wort »#Bitcoin« aufnahm, trieb das den Bitcoin-Kurs nach oben. Womöglich nicht uneigennützig. Denn vergangene Woche wurde bekannt, dass Tesla Bitcoins für 1,5 Milliarden Dollar gekauft hat – was den Bitcoin-Kurs noch weiter steigen ließ.

Auch über den Dogecoin hatte Musk sich zuvor wohlwollend auf Twitter geäußert. Dabei handelte es sich bei dem Dogecoin ursprünglich um ein Spaßprojekt: Die Kryptowährung wurde als Parodie des Bitcoins lanciert und ist nach einem Internet-Meme benannt.

Jahrelang wurden Dogecoins zum Spottpreis gehandelt und allenfalls in sozialen Medien als virtuelles Trinkgeld benutzt. Doch angeheizt von Musks Tweets kletterte der Dogecoin auf – für seine Verhältnisse – ungeahnte Höhen. Seit…