Für einen Corona-Schnelltest mussten Privatbürger bislang in ein Testzentrum, zum Arzt oder Apotheker, der den Abstrich vornimmt. Künftig soll es auch Antigen-Schnelltests geben, die jeder zu Hause selbst durchführen kann. In Deutschland sind diese Spuck- und Gurgeltests bislang noch nicht zugelassen – Österreich hingegen verspricht nun Gratis-Tests für jeden.

Ab 1. März sollen die Selbsttests, die in Österreich auch unter »Wohnzimmer-Tests« firmieren, gratis in Apotheken erhältlich sein. Bis zu fünf Stück sollen pro Person pro Monat zur Verfügung stehen, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Sie sind allein für die Eigenkontrolle gedacht und können nicht als Zutrittstests für den Besuch von Friseuren oder anderen körpernahen Dienstleistern genutzt werden.

In Deutschland hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Februar die Abgabeverordnung für Medizinprodukte geändert, um die Einführung der Selbsttests zu erlauben. Allerdings ist bisher nicht klar, wann die Schnelltests für Privatpersonen zugelassen werden. Das Bundesgesundheitsministerium erwartet nach Angaben eines Sprechers eine Zulassung ab März. Ursprünglich war bereits von Ende Januar die Rede. Kommen die Tests, könnten sie ein großer Schritt hin zu Lockerungen sein: Die Selbst-Schnelltests ermöglichen es, sich bequem daheim auf das Coronavirus zu testen. Bei den neuartigen Schnelltests ist kein medizinisches Personal mehr nötig, sie tragen zur Entlastung des Gesundheitssystems bei.

Österreich hatte vor einer Woche seinen Lockdown gelockert und seither seine Testkapazitäten deutlich erhöht. Vor einer Woche hatten in Österreich alle Geschäfte, Friseure und andere körpernahen Dienstleister wieder geöffnet. Für den Besuch der Dienstleister ist ein negativer Corona-Test nötig. Binnen sieben Tagen wurden – ohne Schulen – rund 1,5 Millionen Antigen- und PCR-Tests gemacht. Laut Bildungsministerium stehen wegen des wieder aufgenommenen Präsenzunterrichts in den…