Eine elektronische Einreiseanmeldung, ein negativer Coronatest und viel Geduld an der Grenze – seit der Nacht zu Sonntag ist all das Voraussetzung für Menschen, die aus Tschechien oder Tirol nach Deutschland einreisen möchten.

Die Bundesrepublik hat in Sachsen und Bayern scharfe Grenzkontrollen eingeführt. Das Ziel: Die wohl ansteckenderen Corona-Mutanten sollen möglichst nicht eingeschleppt werden. In Tschechien und Tirol ist die Zahl der Neuinfektionen sehr hoch. Die Mutanten sind bereits weiter verbreitet als im Bundesgebiet.

Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident:
»Wir können ja nicht zulassen, dass die schweren Maßnahmen, die strengen Maßnahmen, die Einschränkungen, die bei uns stattfinden, das großartige Verhalten der Bevölkerung im Nachhinein sich dann als sinnlos erweist, weil über solche Fälle und über solche Situationen erhebliche Gefährdungen existieren können.«

Scharfe Kritik an den Kontrollen kommt aus Österreich: Außenminister Alexander Schallenberg warnte vor »überschießenden Schritten, die mehr schaden als nützen«.
Wiens Innenminister Karl Nehammer beschwerte sich, dass die Reisebeschränkungen für Tirol den innerösterreichischen Verkehr zwischen Tirol und dem Osten Österreichs behinderten, weil die Strecke über das sogenannte Deutsche Eck in Bayern de facto gesperrt sei.

Weiterhin einreisen dürfen Deutsche, Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland, Gesundheitspersonal, Lastwagenfahrer und sonstiges Transportpersonal im Güterverkehr. Und auch Pendlern aus systemrelevanten Berufen und Betrieben sollen mit Bescheinigungen die Grenze überqueren dürfen.

Joachim Herrmann, bayerischer Innenminister:
»Ab Mittwoch früh werden Bundespolizei und bayerische Grenzpolizei nur noch Personen einreisen lassen als Pendler, die entsprechend über diese Ausweise verfügen. Grundvoraussetzung ist auch bei all denen selbstverständlich, dass sie den Negativtest vorweisen können.«

Schon am ersten Tag wurden Hunderte Menschen an…