Einen Tag vor der geplanten Öffnung vieler Skiregionen in Italien hat die Regierung aus Sorge vor den neuen Coronavirus-Varianten den Start wieder gestoppt. Gesundheitsminister Roberto Speranza verlängerte am Sonntag in Rom das bestehende Wintersport-Verbot für Freizeitsportler bis zum 5. März. In ersten enttäuschten Reaktionen aus den Skigebieten hieß es, damit sei diese Saison vorbei. Der lombardische Regionalpräsident Präsident Attilio Fontana sprach von einem „unannehmbaren Schlag“ für einen Wirtschaftssektor, der kurz vor dem Neustart stand. In Italien hatten die Skigebiete etwa in den Alpen zum üblichen Saisonstart im Dezember 2020 gar nicht erst aufmachen dürfen.

Regierung folgt den Warnungen von Virologen

Als Grund für die Kehrtwende nannte Speranza in seiner Anordnung erhöhte Risiken durch Virus-Mutanten, besonders die sogenannte britische Variante. Frankreich und Deutschland hätten aus Sorge um die Ausbreitung von Coronavirus-Varianten für den Skibetrieb ähnliche Maßnahmen ergriffen. Minister Speranza  verwies auf eine in der vergangenen Woche vorgestellte Untersuchung seiner Experten, wonach geschätzt schon fast jede fünfte Corona-Infektion in Italien auf diese Erreger zurückzuführen sei.

Kurz vor der Anweisung aus Rom waren die Warnungen der Virologen vor der Öffnung der Skigebiete wegen steigender Corona-Zahlen bekannt geworden. Die Experten des wissenschaftlichen Komitees CTS, das die Regierung berät, hätten dagegen votiert, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Auch der Berater des Gesundheitsministeriums, Walter Ricciardi, halte das Anfahren der Lifte für „nicht vereinbar“ mit den Corona-Zahlen, die sich zuletzt verschlechtert hatten.

Öffnung für Rote und Orange Zonen stand nicht zur Debatte 

Die Regierung in Rom hatte vor einiger Zeit festgelegt, dass der Skibetrieb in den sogenannten Gelben Zonen des Landes, wo das Corona-Risiko als mäßig gilt, ab dem 15. Februar wieder losgehen darf. Gelb sind unter anderem die…