Für alle Fans von Borussia Mönchengladbach dürfte der 14. Februar ein echter Freudentag sein. Denn an diesem Tag vor zehn Jahren verpflichtete Manager Max Eberl einen neuen Trainer. Lucien Favre sollte den damals Tabellenletzten noch irgendwie retten. Bei noch zwölf verbleibenden Spielen betrug der Rückstand auf den Relegationsplatz sieben Punkte. Ein eigentlich kaum mögliches Unterfangen. Doch der Schweizer schaffte tatsächlich noch das (Fußball-) Wunder in den beiden dramatischen Ausscheidungsspielen gegen den VfL Bochum. Was danach passierte? 

Favre führte den Klub in der folgenden Saison völlig unerwartet zur Champions-League-Qualifikation. Eine kleine Sensation. Die europäische Königsklasse ist in diesen Tagen eigentlich ein viel realistischeres Ziel als damals. Die Qualität der heutigen Fohlen-Elf von Marco Rose ist mit der damaligen kaum noch zu vergleichen. Nicht von ungefähr ist das Team derzeit Teil von diesem europäischen Wettbewerb. Aber auch in der kommenden Saison wollen die Gladbacher erneut dabei sein.

In der Bundesliga hinkt Gladbach hinterher

Auf den Tag zehn Jahre später hatte das Team vom Niederrhein die Möglichkeit, diesem Wunsch wieder einen Stück näher zu rücken. Doch das 0:0 beim VfL Wolfsburg in der eisigen niedersäschsischen Kälte bei minus zwölf Grad sorgte für unterkühlte Ernüchterung. „Das war ein sehr intensives Spiel. Aber wir nehmen einen Punkt mit nach Hause, den wir uns sehr hart erarbeitet haben“, sagte Gladbachs Mittelfeldspieler Lars Stindl. „Das ist das dritte Spiel, in dem wir nicht dreifach punkten. Das ist aber eigentlich nicht unser Anspruch. Aber die Basis wieder zu punkten haben wir gezeigt.“ 

Während es im DFB-Pokal Viertelfinale (gegen Borussia Dortmund) und in der Champions League (Achtelfinale gegen Manchester City) bislang nahezu optimal lief, haben die Gladbacher weiterhin Probleme in der Bundesliga. Die Borussia hat bereits sechs Punkte Rückstand auf den vierten Platz, der zur erneuten…