Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat bis zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz Anfang März die Vorlage eine Stufenplans für Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie versprochen. »Es muss ausgehend von dem, was wir jetzt als Basis haben, auch von den Erfolgen, die wir in den letzten sieben Wochen erreicht haben, muss es ein weiteres stufenweises Vorgehen geben, an dem man sich auch langfristig orientieren kann«, sagte der SPD-Politiker am Abend in der ZDF-Sendung »Berlin direkt«.

Auf die Frage, ob er versprechen könne, dass bis zum Bund-Länder-Treffen am 3. März ein solcher Plan vorliege, antwortete er: »Da bin ich mir ganz sicher.«

Angesprochen auf die Aussage von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), dass in diesem kein Osterurlaub möglich sein werde, antwortet er: »Das teile ich so pauschal nicht. Und ich glaube, es ist auch verfrüht, das so festzulegen.«

»Mehr Freiheit und Normalität zurückzugewinnen«

Man habe es in den letzten sechs, sieben Wochen geschafft, doch um 100 Punkte runterzukommen. »Warum soll es uns nicht jetzt gelingen, in den nächsten sechs, sieben Wochen bis Ostern noch einmal 30 Punkte runterzukommen. Und damit ja doch viel mehr Freiheit und Normalität zurückzugewinnen.«

Ähnlich wie Müller äußerte sich Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Er plädierte in der ARD-Sendung »Bericht aus Berlin« für ein abgestuftes Vorgehen je nach Inzidenzwert. Man könne zunächst Urlaub im eigenen Land in Ferienwohnungen zulassen. »Man muss nicht gleich die gesamte Branche aufmachen. Man muss auch nicht bundes- und europaweit wieder alles fallen lassen.«

Haseloff fordert auch für das nächste Bund-Länder-Gespräch zur Coronakrise einen »klaren Ausstiegsplan aus den bisherigen Regularien«. »Man muss planen können. Auch die Wirtschaftsunternehmen. Und deswegen brauchen wir beim nächsten Treffen am 3. März unbedingt einen Plan, der klar sagt, bei welcher Inzidenz wir was machen«,…