»Kampf« war das Wort des Tages. Fast zehn Minuten lang zeigte die Verteidigung Trumps ein Video, das belegen sollte, auch die Demokraten rufen regelmäßig zum Kampf auf.

Trumps Anwälte wollen so den Vorwurf der Demokraten entkräften, Trump habe seine Anhänger am 6. Januar mit einer Rede aufgewiegelt und zur Erstürmung des Kapitols angestiftet.

Donald Trump

»Wir kämpfen wie die Teufel. Und wenn ihr nicht wie der Teufel kämpft, werdet ihr kein Land mehr haben.«

Nach Trumps Rede, in der er zum wiederholten Male behauptete, ihm sei der Wahlsieg gestohlen worden, stürmten tausende seiner Anhänger das Kapitol. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Das Repräsentantenhaus leitete daraufhin ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump ein.

Am vierten Prozesstag appellierte die Verteidigung an den Senat, Trump freizusprechen und den ersten Verfassungszusatz zu schützen. Darin ist das Recht auf Redefreiheit festgeschrieben.

Michael van der Veen, Trump Anwalt

»Zu behaupten, der Präsident habe einen Aufruhr oder gewalttätiges Verhalten auslösen wollen, ist eine absurde und ungeheuerliche Lüge.«

Das Verfahren könnte am Samstag nach nur fünf Tagen mit einer Abstimmung über die Anklage beendet werden. Bisher sieht es nach einem Freispruch für Trump aus. Für eine Verurteilung müssten sich den 50 Demokraten im Senat 17 Republikaner anschließen, was nicht absehbar ist.