Washington
Erst Chaos im Senat, dann Rückzieher der Demokraten: Trumps Impeachment-Verfahren steuert auf Ende zu

Der Anklageführer der Demokraten, Jamie Raskin (m.), steht während einer Anhörung im US-Senat vorn am Rednerpult

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Ist Donald Trump der „Anstiftung zum Aufruhr“ schuldig? Nach kurzzeitiger Verwirrung um eine mögliche Vorladung von Zeugen könnte der Prozess gegen den Ex-Präsidenten unmittelbar vor seinem Ende stehen.

Im Amtsenthebungsverfahren gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump sollen nun doch keine Zeugen gehört werden. Damit wird der Prozess für bis zu vier Stunden mit Schlussplädoyers fortgesetzt, im Anschluss wird mit einer Abstimmung über die Amtsenthebung Trumps gerechnet. Das Verfahren über die Verantwortung von Trump an der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar könnte damit noch am Samstag zu Ende gehen.

Zuvor hatte sich die Parlamentskammer überraschend für die grundsätzliche Möglichkeit ausgesprochen, Zeugen zu hören. Dabei ging es vor allem um ein Telefongespräch Trumps mit McCarthy während der Erstürmung. Zu diesem Telefonat, das Trump wegen angeblich gleichgültiger Äußerungen zum Sturm auf das Kapitol vermutlich weiter belasten könnte, wollten Ankläger die republikanische Abgeordnete Jaime Herrera Beutler anhören. Stattdessen wurde nun eine…