Kampf gegen Drogen- und Waffen
Jeder Postbote darf jetzt Pakete öffnen – wenn ihm eine Sendung verdächtig vorkommt

Zu den „inkriminierten Gütern“, die durch die Postboten abgefangen werden sollen, zählen etwa Drogen und Waffen sowie Sprengstoff und Dopingmittel.

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Der Deutsche Bundestag hat ein Gesetz verabschiedet, welches es Postboten gestattet, ihnen verdächtig erscheinende Pakete künftig zu öffnen. Dadurch sollen mehr Sendungen mit verbotenem Inhalt entdeckt werden.

Die Strafverfolgungsbehörden bekommen im Kampf gegen den illegalen Handel etwa mit Waffen oder Drogen neue Werkzeuge. Der Bundestag verabschiedete am Freitag einen Gesetzentwurf, demzufolge Beschäftigte von Postdienstleistern verpflichtet werden, verdächtige Postsendungen zu öffnen – das kann der Fall sein, wenn sie Sendung beispielsweise seltsam riecht oder anderweitig auffällig ist – und es anschließend bei den Strafverfolgungsbehörden vorzulegen.

Voraussetzung sind demnach „zureichende tatsächliche Anhaltspunkte“ für einen entsprechenden Sendungsinhalt, wie das Portal „Business Insider“ schreibt. In der Vergangenheit sei es besonders häufig bei nicht zustellbaren Päckchen zu Drogenfunden gekommen, weshalb auf diesen ein besonerer Augenmerk liege.