von Hans-Martin Tillack

13.02.2021, 08:24 Uhr

Mögliche Terrorfinanzierung aus Katar und Vorwürfe über Schweigegelder: Jetzt gibt es neue Anschuldigungen gegen den damaligen Chef der Agentur WMP und ein mögliches Interesse von US-Ermittlern an dem Fall.

Da war erstens ein Mann, der sich „Jason“ nennt und offenbar einen Hintergrund im internationalen Geheimdienstmilieu hat. Dann ging es um angebliche finanzielle Hilfen aus Katar für die als Terrororganisation eingestufte Hisbollah-Miliz im Libanon. Dazu kam es offenbar zu Verhandlungen über Schweigegelder oder zumindest Provisionen. Und mittendrin steckte der damalige Vorstandschef der PR- und Lobbyagentur WMP Eurocom, Michael Inacker, der gerne seinen christlichen Glauben herausstellt. Diese Geschichte machte im Juli vergangenen Jahres Schlagzeilen, auch im stern.

Jetzt gibt es neue Vorwürfe, insbesondere gegen den 56-jährigen Inacker. Dem stern liegen Unterlagen vor, die ihn erneut belasten. Jetzt schon steht der Vorwurf im Raum, dass er „Jason“ im Mai 2020 helfen wollte, aus dem Emirat Katar Zahlungen herauszuschlagen – angeblich 750.000 Euro, die man aufgeteilt hätte. Im Gegenzug sollte „Jason“ von ihm in Katar recherchierte Informationen für sich behalten, wonach hochrangige Personen in dem Emirat die in Deutschland als Terrororganisation eingestufte Hisbollah finanziell unterstützten.