Der Freispruch Donald Trumps im Impeachment-Verfahren erhitzt auch nach dem Ende des Prozesses weiter die Gemüter der beteiligten Politiker im US-Senat. Der demokratische Mehrheitsführer Chuck Schumer kritisierte seine Kollegen von den Republikanern.

»Der 6. Januar wird ein Tag der Schande in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika sein. Das Versäumnis, Donald Trump zu verurteilen, wird als Schande in die Geschichte des Senats der Vereinigten Staaten eingehen«, sagte Schumer mit Bezug auf den Tag des Sturms auf das Kapitol vor knapp sechs Wochen.

Trump war zuvor lediglich von 57 Senatoren der »Anstiftung zum Aufruhr« schuldig gesprochen worden. Nötig gewesen wären jedoch 67 Stimmen. Während die Demokraten einstimmig für eine Verurteilung Trumps aussprachen, waren es bei den Republikanern nur sieben Senatorinnen und Senatoren.

Die Anstiftung zum Angriff auf den Sitz des Kongresses sei die »verabscheuungswürdigste Tat, die ein Präsident jemals begangen hat«, sagte Schumer weiter. Dennoch habe die Mehrheit der Republikaner nicht den Mut aufbringen können, diese Tat zu verurteilen. »Meine amerikanischen Mitbürger, erinnern Sie sich an diesen Tag, den 6. Januar, für immer. Das letzte schreckliche Erbe des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten – und zweifellos unser Schlimmstes.«

Der Anführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, hatte gegen eine Verurteilung Trumps gestimmt. Der Ex-Präsident sei »praktisch und moralisch« für die Erstürmung des Kapitols durch seine Anhänger verantwortlich, sagte McConnell. Trump habe die Erstürmung »orchestriert« und habe seine Pflichten als Präsident »schändlich« verletzt.

Republikanischer Senator aus Louisiana gegen Trump – »weil er schuldig ist«

Dass er dennoch gegen eine Verurteilung Trumps gestimmt habe, begründete McConnell mit Bedenken zur Verfassungsmäßigkeit des Impeachment-Verfahrens gegen Trump. Das Verfahren war nach seiner Auffassung hinfällig, weil Trump nicht mehr im Amt…