Die Bilder hätten nicht unterschiedlicher sein können. Erst der Rückblick: Als der Bundesliga-Trainer-Neuling Edin Terzic nach dem desolaten Auftritt von Borussia Dortmund im Dezember gegen den VfB Stuttgart (1:5!) und der dann folgenden Entlassung von Lucien Favre wenige Tage später die Mannschaft beim Auswärtssieg in Bremen betreute, sah man anschließend einen lächelnden Coach, der sich mit seinen Spielern freute – und seine Spieler sich mit ihm. Das war, wie gesagt, im Dezember.

Nun die triste Gegenwart: Als der BVB jetzt am 21. Spieltag den eigentlich als Pflichtsieg erwarteten Erfolg gegen die TSG Hoffenheim verpasste und nur knapp an einer Niederlage vorbeischrammte, konnte man nach dem Abpfiff und dem 2:2 einen verkniffen unter seiner Mütze dreinblickenden Terzic beobachten. Manches Abklatschen mit den Spielern geriet mechanisch. Und da man schon bei den Mechanismen des Fußballgeschäfts ist, ist die Idee naheliegend: Der Interimstrainer macht es hier nicht mehr lange. Nach nur vier Siegen aus zehn Bundesliga-Spielen ist die Qualifikation für die Champions League in echter Gefahr. Tabellenplatz 6? Zu wenig.

Aufbäumen mit Erling Haaland, der das Unentschieden rettete

Dass während des Spiels einige BVB-Anhänger etwa auf Twitter dem entlassenen Strategen Favre Tribut zollten, ist bezeichnend: Lag die Krise der Dortmunder am Ende dann doch nicht am grüblerisch-kauzigen Strategen? Und hatte man sich geirrt, als man in Terzic einen hoffentlich auch so durchschlagenden Hansi-Flick-Wiedergänger erkennen wollte? Jedenfalls: Da ist sie wieder, die Trainerfrage. Sportdirektor Michael Zorc vergaß am Samstag nicht, in Sachen Terzic darauf hinzuweisen: „Am Ende ist er in er sportlichen Verantwortung.“

Kapitän als Bankdrücker

Dabei könnte man die Krise der Borussia ebenso an der Verfassung ihres begabtesten, besten, inspiriertesten und cleversten Spielers festmachen. Marco Reus. Jene Verfassung war zuletzt so unsicher, dass sich Terzic vor dem Spiel gegen…