Ab Sonntag gelten an den Grenzen zu Tschechien und Österreich Einreisebeschränkungen: Ins Land dürfen dann grundsätzlich nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland. Außerdem muss ein negativer Corona-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Im Falle Österreichs umfasst die Einreisebeschränkung konkret den größten Teil des Bundeslandes Tirol.

Zudem gilt für Einreisende aus diesen Gebieten eine zehntägige Quarantänepflicht, die nach fünf Tagen durch ein zweites negatives Testergebnis verkürzt werden kann. Ausnahmen davon gibt es – wie auch bei der Frage, ob überhaupt eingereist werden darf – nur für Gesundheitspersonal, Lastwagenfahrer und sonstiges Transportpersonal im Güterverkehr. Kinder unter sechs Jahren müssen bei der Einreise ebenfalls keinen negativen Test vorweisen. Hintergrund für die strengen Einreisebeschränkungen ist das vermehrte Auftreten von Coronavirus-Mutanten in Tschechien und Tirol.

An diesem Samstag herrschte trotz der kurz bevorstehenden Beschränkungen an den betroffenen bayerischen Grenzübergängen extrem ruhiger Verkehr. Es sei deutlich weniger los als sonst an Samstagen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Passau. Auch Pendler seien kaum unterwegs. »Es gibt aber viele Anfragen von Bürgern, die unsicher sind und wissen wollen, wie es weitergeht.«

An der Grenze zu Österreich bei Kiefersfelden in Oberbayern waren zum Beispiel kaum Fahrzeuge unterwegs, wie der Sprecher der Bundespolizei-Inspektion Rosenheim, Rainer Scharf, berichtete. Weder auf österreichischer noch auf deutscher Seite bildeten sich Staus. »Auch der Lkw-Verkehr fließt.« Schon bis zum Vormittag stellten die Beamten laut Scharf einige Verstöße gegen die Anmelde- und Testpflicht fest.

Die Bundespolizei erfülle Scharf zufolge vor allem ihren grenzpolizeilichen Auftrag, unter anderem die Überprüfung der Schleuserkriminalität. Die mit FFP2-Masken und Handschuhen ausgerüsteten Beamten…