Wegen Corona
C&A muss einbehaltene Miete für April nachzahlen

Das Modekaufhaus C&A hat im Streit um in der Corona-Krise einbehaltene Miete eine Niederlage erlitten. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

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Als in der ersten Welle der Corona-Pandemie die Geschäfte schließen mussten, stellten viele Unternehmen die Mietzahlungen ein. In einem prominenten Fall ist nun das Urteil gefallen.

Das Modekaufhaus C&A hat im Streit um in der Corona-Krise einbehaltene Miete eine Niederlage erlitten. Das Landgericht München I gab am Freitag dem klagenden Vermieter einer Filiale in der Münchner Innenstadt recht. C&A soll nun die Miete für den April plus Zinsen nachzahlen.

C&A hatte sich auf die coronabedingten Schließungen berufen, um die Miete zu verweigern. Während dieser Zeit seien die Räume nicht zum Betrieb eines Textilkaufhauses geeignet gewesen, was einen Mangel der Mietsache darstelle, argumentierte das Unternehmen nun auch vor Gericht. Dass ein Geschäft für den Publikumsverkehr zugänglich sei, sei eine Grundbedingung für eine Vermietung an den Einzelhandel. Dieses Verwendbarkeitsrisiko treffe den Vermieter.

Der Vermieter hatte dagegen argumentiert, es gebe keinen Sachmangel. Der Richter…