Sehen Sie im Video: Fünf Seeleute harren seit Jahren auf gestrandetem Öltanker aus.

Dieser Öltanker liegt wenige Meter vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate entfernt, doch für die Besatzung ist sie trotzdem unerreichbar. 43 Monate haben sie auf See verbracht, 32 Monate davon ohne Bezahlung. Der Eigentümer des Schiffes, „Alco Shipping“, geriet in finanzielle Schwierigkeiten und gab das Schiff auf. Die fünf Seeleute, die auf dem Schiff ausharren, sind verzweifelt. O-TON VINAY KUMAR, SCHIFFSINGENIEUR: „Wir haben keine Worte, um zu beschreiben, was hier passiert ist. Diese Reise hat uns in die Hölle geführt und sie findet kein Ende, es gibt so viele Probleme.“ Der Eigner schuldet den Seeleuten umgerechnet 190.000 Euro. Der Anspruch verfällt jedoch laut Seerecht, sobald die Männer das Schiff verlassen. Ein zweiter Grund: Der Eigner hat die Pässe der Männer. Ohne die wären sie in den Vereinigten Arabischen Emiraten illegale Einwanderer. Die Zustände an Bord sind schrecklich, sagen die Männer. Manche von ihnen leiden unter Hautkrankheiten. Lebensmittel bekommen sie von einer Hilfsorganisation. O-TON VINAY KUMAR, SCHIFFSINGENIEUR: „Der Eigner, er ist der Mann, der dafür verantwortlich ist. Er hat uns im Stich gelassen, er denkt gar nicht an unsere Familien. Wir sind für ihn wie Sklaven. Wir sind hier gestrandet und er hat uns vergessen.“ Seit Ende Januar ein Sturm die Ankerketten zerriss, liegt das Schiff gestrandet an der Küste. Die Seeleute hoffen nun, dass der Eigner das Schiff bald verkauft. Dann könnte er die Männer bezahlen und sie könnten endlich zu ihren Familien zurückkehren.