Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird in der kommenden Woche an der virtuellen Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen. Das teilten die Veranstalter mit. Am Donnerstag hatte Konferenzleiter Wolfgang Ischinger bereits die Teilnahme des neuen US-Präsidenten Joe Biden angekündigt.

Bidens virtueller Besuch ist eine Premiere in der fast sechzigjährigen Geschichte der Sicherheitskonferenz. Bislang schickten die USA nur Vizepräsidenten, Außen- und Verteidigungsminister nach München. Biden etwa war 2015 als US-Vizepräsident zu Gast.

Nun wird er sich erstmals seit seinem Amtsantritt als Präsident am 20. Januar direkt an ein europäisches Publikum wenden. Merkel hatte zuletzt 2019 an der Veranstaltung teilgenommen.

Hauptthema wird der Neuanfang in den transatlantischen Beziehungen nach dem Machtwechsel im Weißen Haus sein. Daneben soll es aber auch um den Klimaschutz und die Corona-Pandemie gehen. Zu diesen Themen werden auch der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, und Microsoft-Gründer Bill Gates sprechen.

Das weltweit bedeutendste Expertentreffen zur Sicherheitspolitik sollte eigentlich zwischen 19. und 21. Februar im Hotel Bayerischer Hof in München stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie wird daraus nun eine digitale Veranstaltung am Freitagnachmittag, zu der sich die Teilnehmer per Video zuschalten. Sie wird auch nur knapp drei Stunden dauern. Ischinger hält weiter an seinen Plänen fest, später im Jahr eine Sicherheitskonferenz mit Präsenz in München auszurichten.

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