Kinderarbeit eindämmen
Regierungskreise: Einigung auf Lieferkettengesetz

Menschen arbeiten in einer Fabrik am Fließband. Bei dem neuen Gesetz geht es auch um die Vermeidung von Ausbeutung und Kinderarbeit in weltweiten Lieferketten. Foto: Xue Yuge/XinHua/dpa

© dpa-infocom GmbH

Monatelang gab es Verhandlungen in der Bundesregierung, nun steht ein Kompromiss. Die Sorgfaltspflicht deutscher Unternehmen soll nicht am Werkstor enden. Es geht um Ausbeutung und Kinderarbeit in weltweiten Lieferketten.

Im langen Streit um ein Lieferkettengesetz zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards haben die drei beteiligten Ministerien einen Durchbruch erzielt.

Die Ressorts von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU), Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) einigten sich auf einen gemeinsamen Referentenentwurf, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr. Die drei Minister wollen den Kompromiss am Vormittag (10.45 Uhr) in Berlin vorstellen.

Vorgesehen ist demnach eine «abgestufte Verantwortung» für den Weg vom Endprodukt zurück zum Rohstoff. Nach dpa-Informationen soll es vom 1. Januar 2023 für Unternehmen mit mehr als 3000 Mitarbeitern…