«Kein Wachstum um jeden Preis»
Direktbank ING mit Gewinneinbruch

Kontogebühren und Strafzinsen für hohe Summen auf neuen Tagesgeldkonten – auch die Direktbank ING hat auf das Zinstief reagiert und nimmt dafür ein langsameres Wachstum bei den Kundenzahlen in Kauf. Foto: Stephanie Lecocq/EPA FILE/dpa

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Die Jahre ungebrochenen Wachstums bei Europas größter Direktbank sind vorbei. Zum Teil ist das auch so gewollt vom Vorstand. Die Bank will Kunden enger an sich binden – und macht dafür ein weiteres Angebot.

Nach sieben Rekordjahren in Folge hat die Direktbank ING 2020 einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Sowohl das Vorsteuerergebnis als auch der Überschuss brachen zum Vorjahr um fast ein Viertel (23 Prozent) ein, wie das Institut am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Hauptgrund: Die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle schnellte deutlich auf 264 Millionen Euro nach oben – maßgeblich wegen der Rolle der Direktbank als Kreditgeber für die nach einem Bilanzskandal inzwischen aus dem Dax geflogene Wirecard.

Der Vorsteuergewinn sank auf 1,042 (Vorjahr: 1,352) Milliarden Euro, der Überschuss verringert sich auf 692 (894) Millionen Euro. «Auch wenn 2020 nicht einfach war: Mit…