Karim Khan
Brite wird neuer Chefankläger des Weltstrafgerichtes

Der Gerichtssaal des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag. Foto: Martijn Beekman/ANP/dpa/Archivbild

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Zum ersten Mal konnten sich die Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofes nicht auf einen Kandidaten für das Amt des Chefanklägers einigen. Der Brite Khan setzte sich schließlich im zweiten Wahlgang durch, doch ihm steht eine schwierige Amtszeit bevor.

Der Brite Karim Khan wird der neue Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes. Die Vertreter der 123 Vertragsstaaten des Gerichtes wählten den 50-jährigen Juristen am Freitag in New York nach einem langwierigen Entscheidungsprozess.

Khan löst Chefanklägerin Fatou Bensouda (60) aus Gambia ab, die im Juni nach neun Jahren im Amt ausscheidet. Ein Chefankläger wird nur für eine Amtszeit gewählt. Das Weltstrafgericht mit Sitz in Den Haag verfolgt Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord.

Zum ersten Mal konnten sich die Vertragsstaaten nicht auf einen Kandidaten einigen. Zuletzt standen vier Kandidaten zur Wahl. Khan wurde im zweiten Wahlgang mit 72 Stimmen gewählt. Der irische Jurist Fergal Gaynor kam nur auf 54…