„New York Times“-Bericht
Insider enthüllen: Trumps Covid-Erkrankung deutlich ernster als bekannt

Donald Trump kehrte am 5. Oktober 2020 nach seiner Coronavirus-Infektion ins Weiße Haus zurück – und ließ sich dabei in Szene setzen

© Ken Cedeno / Polaris / Abacas / Picture Alliance

Niedrige Blutsauerstoffgehalt, Verdacht auf Lungenentzündung, Atemnot: Der Gesundheitszustand von Ex-US-Präsident Donald Trump nach seiner Coronavirus-Infektion war offenbar deutlich ernster als bisher bekannt.

Das Bild ist ikonisch, perfekt in Szene gesetzt von den PR-Strategen im Weißen Haus. Donald Trump steht auf dem Truman-Balkon des Weißen Hauses. Er blickt hinab auf den Südrasen, in Richtung National Mall, die Sonne versinkt über der US-Hauptstadt. Der mächtigste Mann der Welt reißt sich demonstrativ seinen Mund-Nasen-Schutz vom Gesicht, salutiert und blickt dem Marine-One-Militärhubschrauber hinterher, der in diesem Moment abhebt und gen Süden abdreht.

Wenige Minuten zuvor ist Trump selbst aus diesem Helikopter ausgestiegen, zurückgekehrt aus dem Walter-Reed-Krankenhaus vor den Toren Washingtons. Dorthin war der US-Präsident zwei Tage zuvor gebracht worden, wegen einer Infektion mit dem Coronavirus. Routine, reine Vorsicht, hieß es damals aus dem Weißen Haus. Es bestehe kein Grund zur Sorge.