Friseure dürfen schon früher wieder Haare schneiden, Schulen und Kitas werden vorsichtig wieder geöffnet – doch grundsätzlich gilt: Der Shutdown in Deutschland zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird mindestens bis 7. März verlängert. So haben es Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in dieser Woche beschlossen (lesen Sie hier mehr).

Zwar wirken auch die Durchhalteparolen der Kanzlerin zusehends matt (lesen Sie hier mehr), aber die Mehrheit der Deutschen ist immer noch einverstanden mit den Maßnahmen gegen das Virus. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den SPIEGEL hervor.

Rund 57 Prozent finden die Verlängerung des Shutdowns eher oder eindeutig richtig. Ein Drittel allerdings hält die Fortführung der Restriktionen für eher oder eindeutig falsch.

Die Zustimmung ist unter den Anhängern von Union, SPD und Grünen sehr groß. Jeweils mindestens 69 Prozent von ihnen bewerten den längeren Shutdown als richtig. Umgekehrt sieht es bei potenziellen Wählern von FDP und AfD aus: Mindestens 75 Prozent halten die Maßnahmen für falsch.

Überhaupt wird das Krisenmanagement der Regierenden inzwischen deutlich kritischer gesehen als noch zu Beginn der Coronakrise vor fast einem Jahr. Vor allem seit dem Herbst hat die Unzufriedenheit deutlich zugenommen – rund 48 Prozent sind nicht überzeugt davon, wie Bund und Länder Deutschland durch die Krise führen.

Das dürfte vor allem mit dem missglückten Start der Impfungen im Land zusammenhängen. Anfang des Jahres hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch versprochen, er rechne mit einem Impfangebot für alle Bürger im zweiten Quartal. Bereits damals stand in Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten verhältnismäßig wenig Impfstoff zur Verfügung, die Lieferungen an die Länder hatten sich verzögert.

Der zähe Beginn der Impfungen wirkt sich auch auf die Beurteilung durch die Bürger aus: Mehr als 70 Prozent sind mit dem Start der Corona-Impfungen…